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Natural Hazards
Entstehungsjahr:1990, dreißig Exponate
"Natural Hazards" übersetzt bedeutet Naturkatastrophen.
Das beinhaltet im eigentlichen Wortsinn auch den natürlichen Zufall,
den natürlichen Moment. In diesem können sich aus Wetterlagen durch
unvorhersehbare Konstellationen Dürren oder Überschwemmungen, wie auch gemäßigte
Klimata, bilden.
In diesem frühen Zyklus wendet sich Jacques Gassmann zum ersten Mal einer
umfassenden Perspektive zu.
Er wählt die Ausschnitte seiner Bilder aus einer großen Ferne von teilweise
stellarer Tendenz.
Aus der Landschaft wird ein Kontinent, eine Erdoberfläche.
Bei dieser Weite besitzen diese Bilder eine mikroskopische Sicht durch die Bildlösung in
seiner Tuschetechnik, auch wenn Ogrody zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erfunden ist.
Dieser Zyklus ist als Wegbereiter zu verstehen für Gassmanns bedeutenden und
nachfolgenden Bilderzyklus über die Apokalypse.
"Natural Hazards" öffnet ihm die künstlerische Möglichkeit mit der
Gegenüberstellung von Mensch und Natur, von Betrachter und Gemälde.
Auf diesem Weg stellt er die menschlichen Dimensionen in einen Kontext zu den natürlichen
Dimensionen von Naturerscheinungen.
Frank Schablewski, Düsseldorf, 1990
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